Ju-Jutsu Prüfungsprogramm
Ein neues Fragetool haben wir unter www.Ju-Jutsu.de eingerichtet. Dort werden aktuelle Fragen beantwortet.
Gedanken und Intentionen zum "neuen" Prüfungsprogramm
Änderungen und Neuigkeiten zum 01. 01. 2005
Fragen zum Programm
und die
Antworten (die Neuen kommen immer
oben dazu)
Abwehrtechnik mit dem Fuß
Abwehrtechnik
mit der Hand
Abwehrtechniken mit dem Unterarm
Alternativtechniken
Angriffe mit Links ?
Angriffsrichtungen (Stock/ Messer)
Angriffsrichtungen (Stock/ Messer) 3 und 4
Armstreckhebel im Stand
Ausheber und Schulterrad
Beinstellen
Dan Prüfungen
Faustschützer
Freie Anwendungsform 1. Dan
Gegen- und Weiterführungstechniken
Haltetechnik bei gegnerischer Bauchlage
Komplexaufgaben Orangegurt
Komplexaufgaben Grüngurt
Komplexaufgaben Blaugurt
Konter gegen Konter
Körperabbiegen
Low Kick vs. Schienbeintritt
Messerentwaffnung
Seniorenprüfung
Sonstige Hilfsmittel
Stichproben
Technikgruppen
Pratzentraining
Prüfung und Sportschaden
Wartezeiten für Durchfaller
Weiterführung abgewehrter
Atemi 3. Kyu
Weiterführung abgewehrter Atemi Anzahl
ich habe neulich gehört, dass beim "Ju-Jutsu-Style"-Lowkick das Bein im Kniegelenk die ganze Zeit (also auch in der Schwungphase) arretiert bleiben muss. Stimmt das?
Allerdings habe ich bei der Umbenennung des Schienbeintritts was anzumerken. Ich finde, die Umbenennung in Low-kick ist nicht weniger verwirrend. Übrigens fand ich die Bezeichnung Schienbeintritt sehr gut gewählt. Also wenn die Technik in Zukunft Low-kick heißen soll, dann schränkt man die ursprünglichen Möglichkeiten ja ein. Die ganze Zeit konnte man einen Schienbeintritt ja auch sehr effektiv auf Höhe der Körpermitte treten, wie im Kickboxen bzw. Muay Thai oft gesehen. Denn das Kriterium war ja die Trefferfläche mit dem Schienbein. Oder? Ein Low-kick ist allerdings ein tiefer Tritt. Damit wird die Ausführungsmöglichkeit meinem Verständnis nach eingeschränkt. Wenn ihr ändert, solltet ihr auch den jap. Namen in "Gedan geri" umbenennen, wie es im Karate auch heißt.
Deiner Argumentation kann ich folgen. Ich verstehe allerdings nicht, warum Gedan (Low) geri (Fußtechnik) falsch sein soll. Wenn es in Zukunft dann Low-Kick heißt, sind aber doch beide Ausführungsmöglichkeiten (geschnappt und gestoßen) korrekt, oder? Und die Trefferfläche kann dann doch sowohl das Schienbein (wie bissher) als auch der Fuß sein, oder?
Hallo Joe,
wir hatten kürzlich bei uns eine Diskusion zu welcher Technikgruppe das
Körperabbiegen zählt, zu den Wurf- oder den
Hebeltechniken, oder zu beiden.
Ich hatte mich noch mal versichert, wie das bisher
gehandhabt wurde.
Körperabbiegen zählt bei den Hebeln.
Natürlich wäre auch eine Einordnung bei den Würfen möglich.
Aber der Fall ist das Ergebnis des Hebels auf den Hals und die Wirbelsäule.
Ist mal so definiert worden.
Im
Prüfungsprogramm ist festgelegt, dass der Angreifer bei Waffenangriffen
entwaffnet werden muss.
In zahlreichen Versuchen haben wir festgestellt, dass man sich speziell bei der Messerabwehr
sehr oft verletzt wenn man versucht das Messer durch Abstreifen aus der Hand des
Angreifers zu entwinden.
Sportlich gesehen ist das Entwinden des Messers kein Problem. Unter
realistischen Gesichtspunkten, in einer Hochstressphase, ist die eigene
Technikausführung nur bedingt zu kontrollieren und es kommt zu Fehlhandlungen,
d.h. Schnitt- und Stichverletzungen in erheblichem Umfang.
Ist es in der Prüfung zulässig, bei Kontrolle des waffenführenden Armes, den
Angreifer zu Boden zu bringen und dort zu entwaffnen.
[Joachim Thumfart]
Die
Entwaffnung im Stand ist eigentlich nur Notwendig in dem Prüfungsfach 3.
Dan Messerabwehr mit weiterer Verwendeung der Waffe und bei den
Entwaffnungen im Stand als Übungsform unbedingt zu zeigen.
Ist es zulässig nach Ab- oder Weiterleitung des waffenführenden Armes den
Angreifer mit massiven Atemitechniken einzudecken und dann auf Distanz zu gehen.
[Joachim Thumfart] Dies
ist in der freien Abwehr (z.B. vorgegebene Angriffe, Abwehr von
Mehrfachangriffen) möglich und dort wo eine Entwaffnung noch nicht
gefordert wird. In der Abwehr mit Entwaffnung (i.d.R. ab 1. Dan) muss diese
statt finden, damit man es übt.
Also in den Vorstufen gerne - später muss man sich das genauer anschauen.
eine Frage zum Thema "Beinstellen". Norbert van Soest erklärte mir mal, dass Beinstellen nicht die richtige Übersetzung der Technik ist. Es müste vielmehr "Beinstich" heißen. Führt man diese Technik so aus, also sticht man das Bein zwischen den Beinen des Partners hindurch, schlägt man mit seinem eigenen Oberschenkel/Kniekehle gegen den/die des Partners. Das führt dazu das er nur noch auf einem Bein steht und man ihn mit entsprechendem Körpereinsatz leicht zu Fall bringt. Es ist keine Sichel, aber eine gute Möglichkeit darauf hinzuarbeiten. Ich lehre es so und so ist es halt mehr als nur Beinstellen. Kann ich mit dieser Lehrmeinung weiter arbeiten ohne die Grundsätze, wie es das Prüfungsprogramm es vorsieht, zu verletzen?
Ich denke da gibt es Missverständnisse zwischen Techniknamen und
Beschreibung
O-soto- heißt Groß - Außen
mit otoshi bezeichnen die Judoka Würfe, die "direkt" nach unten
geworfen werden (also nicht ausgehoben werden, oder das Gleichgewicht (auch)
nach oben gebrochen wird.
Ich denke Norbert meinte, dass man den Wurf wohl besser Beinstich nennen sollte.
Dann wäre die Technik schon im Namen beschrieben. Allerdings auch nur eine
Variante, die sicher zu den Effektivsten gehört.
Diese Form ist sicherlich auch im Sinne des Prüfungsprogramms und wurde von uns
als "Variation Pferdefuß" im Ju-Jutsu Journal 1/2004 vorgestellt.
Im Ju-Jutsu wollten wir eine vereinfachte Form der großen Außensichel
um alles für den Anfänger leichter zu machen. Also verzichten wir auf das
durchschwingen des Beins, dass ja bei korrektem Gleichgewichtsbruch auch nicht
unbedingt notwendig ist. Im Judo wird ähnlich gearbeitet und dieser Wurf (O-soto-otoshi)
wurde mit Außensturz übersetzt.
Wir waren dagegen einem Wurf einen ähnlichen Namen wir einer Falltechnik zu
geben.
So kam der Name Beinstellen zustande. Ein Begriff mit dem fast jeder etwas
anfangen kann und der Zieltechnik sehr nahe kommt.
wie ist das beim programm zum 3 kyu und 1 kyu mit der weiterführung
abgewehrter atemitechniken gemeint ?
zum 3 kyu 2 verschiedene angriffe / pro angriff 2 unterschiedliche
weiterführungen ( insgesamt 4 angriffe und 4 abwehrhandlungen ) zum 1 kyu 4
verschiedene angriffe / pro angriff 4 unterschiedliche weiterführungen (
insgesamt 16 angriffe und 16 abwehrhandlungen)
oder
3 kyu - 2 x der gleiche angriff und 2 unterschiedliche abwehrhandlungen
(insgesamt 2 komplette abwehrhandlungen ) 1 kyu - 4 x der gleiche angriff und 4
unterschiedliche abwehrhandlungen (insgesamt 4 komplette abwehrhandlungen )
variante 2 ist richtig einfach so viele verschiedene Abwehrhandlungen wie Anzahlen angegeben sind. Angriff darf sich wiederholen.
Es geht um die Weiterführung von abgewehrten
Atemitechniken auf den 3. Kyu… Ich wollte fragen, ob folgende Kombination
möglich ist:
Würgeansatz von vorne; Übergang in einen Handdrehbeugehebel, wobei der Partner
gebückt vor mir steht. Jetzt ein Fußtritt vorwärts zum Bauch, welcher
allerdings mit der zweiten Hand des Partners abgewehrt wird.
Kann ich jetzt als Weiterführung einen Fußstoß abwärts auf den Fußrücken
meines Partners machen, oder muss ich auf die abwehrende Hand/den abwehrenden
Arm eingehen?
Ich habe heute einen Landeslehrgang über "Methodisches Pratzentraining im JJ" gehalten. Dabei ist eine Frage aufgetreten, über die ich mir noch nicht explizit Gedanken gemacht habe. Also, im Dan-Bereich werden ja Pratzenkombinationen mit je 3 bzw. 4, ... Atemitechniken verlangt. Manche Kombinationen laufen so schön rund und schnell, dass es evtl. vorkommt, dass nicht ALLE Atemis auf die Pratzen geschlagen werden können. Weil entweder der Pratzenhalten nicht so schnell die Pratzen plazieren kann oder es den Fluss stören würde. Deshalb die Frage, ist es auch vertretbar, dass mal eine Atemi innerhalb der Kombination nicht auf der Pratze landet?
Bei den einfachen Anforderungen der Prüfung sollten alle Treffer auf den
Pratzen sein.
Die Qualität der Technikausführung zählt und nicht wer die komplexeste
Kombination bringt.
Bzgl. dem Prüfungsfach "Waffenabwehr". Ist es dem Prüfer erlaubt oder sogar von ihm erwünscht, dass er Angriffe mit Links abfragt? Dass dies bei angesagten Angriffe im Prüfungsfach "Freie SV" erlaubt ist, ist klar. Aber wie sieht's bei der "Waffenabwehr" z.B.. im 3., 4., ... Kyu aus?
im Prüfungsfach "Freie SV" hast Du recht, alles kann rechts, links und aus allen erdenklichen Richtungen (nicht nur die Winkel 1 - 5) abgefragt werden. Was die methodisch aufgebaute Messer- und Stockabwehr betrifft, so genügt die Seite, welche sich der Prüfling aussucht (wahrscheinlich eher rechts, es sei denn er ist Linkshänder). Das ganze beidseitig zu verlangen wäre momentan für die Meisten eine deutliche Überforderung.
wie ist der Punkt 3 (Haltetechnik bei gegnerischer Bauchlage) aus dem Grüngurtprogramm zu verstehen? Muss/soll genau die angegebene Technik gezeigt werden? Sie findet sich auch im Prüfungsvideo wieder oder kann auch eine andere Technik vorgeführt werden? Wenn auch andere Techniken zulässig sind, gib mir doch bitte mal einen (oder mehrere Tipps) ... Wäre etwa ein Beinkreuzfesselgriff oder ein Armbeugehebel am Boden eine Alternative?
Grundsätzlich hast Du im Hinblick auf Variationen alle Möglichkeiten offen. Die gezeigte Version ist nun mal die Beste. Andere Varianten haben meist Schwachpunkte (z.B. seitl. Halltegriff,Kesa gatame, in Bauchlage da schaffen es viele auf die Knie zu kommen) Es geht darum zu zeigen, dass Du jemanden in Bauchlage durch Halten kontrollieren kannst.Also wären die von Dir genannten Hebel nicht korrekt. Das wäre dann die Kombination von Halte- und Hebeltechnik, oder sogar nur der Hebel. Die Haltetechniken betrachte ich als die Voraussetzung für den Bodenkampf so ähnlich wie die Bewegungslehre für Atemi und Wurftechniken.
Kata Guruma erfüllt alle Kriterien des Aushebers, wenn er auch ausgehoben wird.
Thema Alternativtechniken Man hat ja unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit Alternativtechniken zu zeigen. Liegt es nun im Ermessen des Prüfungsbeauftragten, was als alternativ Technik anzuerkennen ist und was nicht? Kann man zum Beispiel statt einem Fußstoß seitwärts, auch einen Nervendruck zeigen, oder muss die Alternativtechnik aus der gleichen Gruppe sein, hier also eine andere Beintechnik?
Alternativtechniken sollen schon Sinn machen. Eigentlich liegt die
Entscheidung darüber beim Prüfer. Also Nervendruck als Alternative zu
Fußstoß seitwärts würde ich nicht akzeptieren. Es sollte schon möglichst
eine Fußtechnik sein, oder wenn die Probleme so groß sind eine Technik in der
sich (möglichst) die Prinzipien wiederfinden, die bei der eigentlich verlangten
Technik drin sind. Bei dem Beispiel Körper bzw. Hüfteinsatz; Distanzgefühl,
usw.
Im Extremfall könnte ich mir Vorstellen, dass ein Rollstuhlfahrer statt dem
Fußstoß zeigt, wie er mit seinem Rollstuhl einem ans Bein fahren kann. Das ist
dann eine "Atemitechnik" ...
Ich empfehle immer den Leuten hier im Vorfeld mal mit dem Prüfer das Programm
durchzusprechen. Dann kann dieser auch Vorschläge machen, die er akzeptieren
kann und so dem Prüfling weiter helfen.
Steffen Messerschmitt hatte hierzu auch im November Journal 2001 Richtlinien
veröffentlicht. Diese sind nicht von der MV beschlossen, also nicht bindend,
aber eine gute Hilfestellung und vertreten die Meinung der Meisten
"Verantwortlichen".
Technikgruppen: z.B.: 7 verschiedene
Handgelenkhebel
Muss der Prüfling 7 verschiedene zeigen wie 1) Handbeugehebel 2) Kipphandhebel
3)Handdrehhebel 4) Handseithebel 5) usw. ...
oder
3 verschiedene Handbeugehebel, 2 Handdrehhebel, 2 Kipphandhebel
Die zweite Variante ist gültig. Also können es gerne 3 verschiedene Handbeugehebel sein. Aber wirklich verschiedene Ausführungen, nicht nur unterschiedliche Eingänge.
Armstreckhebel
im Stand
Wie sieht's du es mit der Verriegelung? Ich setzte zum Beispiel einen Hebel im
Stand an (Armstreckhebel aus dem ehemaligen Gelbgurtprogramm). Dieser Hebel
wirkt zwar schon im Stand, lässt sich aber erst im Boden fixieren. Der Partner
hat ja immer noch die Möglichkeit, durch Ausweichen zum Boden den Hebel zu
entgehen. Das gleiche gilt für den Körperstreckhebel und andere. Ist dies nun
ein Armstreckhebel im Stand oder in der Bodenlage. Ich setzte den Hebel ja im
Stand an, wo er ja auch wirkt. Richtig fixieren kann ich ihn aber erst im Boden.
Die
Technik wird im Stand angesetzt und hat auch dort ihre Wirkung, nämlich, dass
der Gegner in die Bodenlage gezwungen wird. Also kann dies schon ein Hebel im
Stand sein. Betone ich die Fixierung im Boden und die Kontrolle dann habe ich
meine Technik im Boden.
Der Armstreckhebel kann also für beide Fächer verwendet werden. Würden wir
nur auf den Moment der Fixierung wert legen hätten wir fast gar keine Hebel
mehr im Stand und ein Kipphandhebel aus dem der Gegner sich löst , indem er
sich Fallen lässt müsste als Abgewehrt gelten.
Gerade Hebeltechniken haben, aus der Realität betrachtet, häufig nur eine ein
ganz kurzes Wirkungsmoment im Stand.
Noch mal,
eine für einige strittige und quälende Frage bzgl. der Angriffe
3. und 4. mit Stock/Messer. Die Angriffe sollen horizontal ausgeführt
... nur wohin?
Gibt es eine festgelegte Höhe, d. h.
a) Oberarm-/ Schulterbereich oder
b) Ellenbogen-/ Hüfthöhe?
Die Angriffe sollen in Hüfthöhe durchgeführt werden. Also wie unter b) vorgeschlagen.
Welche Fristen jetzt gelten, bis ein durchgefallener Prüfling sich erneut einer Prüfung stellen darf. Im alten Programm gab es einen extra Paragraphen in der Prüfungsordnung, der das regelte (ich glaube, es waren 6 Wochen bei Kyu und 4 Monate bei Dan), aber in der aktuellen Prüfungsordnung kann ich diesen Paragraphen nicht mehr wiederfinden.
Es gelten die gleichen Fristen wie vorher. Dieser Paragraph ist in der 2001 Auflage des Ju-Jutsu 1x1 wieder vorhanden.
Was für Faustschützer
in Prüfungen?
Mindestens die Faustschützer, die im Ju-Jutsu Fighting System verwendet
werden. Wenn jemand größere oder weichere Schützer verwenden will steht ihm
das frei.
Passive Abwehrtechniken Gelbgurt: ob der Angriff von außen/innen kommen muss oder der Arm des Verteidigers sich nach außen oder inne bewegen muss oder wie?
Die Richtungsangaben gehen im Programm durchgängig vom Verteidiger aus. Also zählt hier die Richtung in die der Arm des Verteidigers geht.
Gelbgurt 5.1: Muss die Abwehrtechnik wirklich mit dem Unterarm geschehen? Gerade bei 5.1.1 ist es leicht möglich dass der schlagende Arm auf den Oberarm auftrifft (auch bei Bernd im Video)
Die Abwehrtechnik soll schon mit dem Unterarm geschehen. Ich würde es aber nicht als schweren Fehler werten, wenn der Oberarm getroffen wird. Dafür kommt es in der Praxis zu oft vor und der Sinn der Technik eine Abwehr durchzuführen bleibt erhalten.
Orangegurt: 6.1 aktive Abwehrtechniken mit dem Unterarm:
beispiele (soto-uke und gedan barai) verpflichtend?
Nein hier handelt es sich wirklich um Beispiele.
Orangegurt: 2.2.1/2.2.2: „harte“ und „weiche“ Doppelschrittdrehungen: wieso heißen die so?
gemeint
ist die weiche, runde, harmonische Tai- sabaki
und die harte, schnelle, ruckartige Bewegungsmöglichkeit.
diese Unterscheidung haben wir allerdings jetzt gestrichen (siehe neues
1x1)!!
Komplexaufgabe Orange: korrekt, dass keine Schützer benötigt werden? Treffer zum Kopf?
bei einem passiven Partner sollen die Techniken so kontrolliert werden können, damit keine harten Treffer zustande kommen.
Grüngurt: Komplexaufgabe: eine oder mehrer Wurftechniken?!? Es sind doch eh mehrere Widerholungen oder wie? (worauf bezieht sich „mehrere“? Verschiedene bei den Wiederholungen möglich?)
mehrere
verschiedene Wurftechniken z.B. Schulterwurf, Hüftwurf, Außensichel
eine Wurftechnik heiß mehrfach den einen Wurf wiederholen z.B. Beinstellen
Blaugurt Komplexaufgabe: Demonstration von Atemikombinationen Fuß und Hand????
alle Atemitechniken Fuß, Hand aber auch Ellenbogen, Knie
Freie
Anwendungsform 1. Dan:
es heißt „im Stand“,
d.h. keine Würfe wie Hüftwurf (Werfer bliebe ja im Stand)?
an dieser stelle liegt ein richtiger Druckfehler vor. Es muss heißen "im Stand beginnend". Dann folgt das ganze Programm, das Ju-Jutsu zu bieten hat.
Gelbgurt: Abwehrtechnik mit der Hand: Ist es korrekt, dass die Handabwehr gegen die angreifende Hand gehen muss und z.B., ein Abtauchen gegen Schwinger mit einem Handkantenschlag nicht das ist, was mit einer Abwehrtechnik mit der Hand gemeint ist?
Die Abwehr muss nicht zwingend gegen die angreifende Extremität gehen.
Das hier genannte Beispiel ist aber nicht korrekt. Die Hand führt ja hier den
Gegenangriff durch.
Bitte hier auch den Beitrag zur Abwehrtechnik mit dem Fuß
beachten.
1) Ab den Dan - Prüfungen sind die
Techniken gegen je drei Angriffe auszuführen. Wenn zum Beispiel drei
Abwehrtechniken mit dem Ellenbogen verlangt sind, dann handelt es sich insgesamt
um neun verschiedene Kombinationen, da für jede der Ellenbogentechnik drei
verschiedene Angriffe zu zeigen sind. Gehe ich recht in der Annahme, dass die
Angriffe nur innerhalb einer Ellenbogentechnik verschieden sein müssen, dass es
sich also nicht um insgesamt neun verschiedene Angriffe handeln muss ?
Doch hier wird von angehenden Danträger einiges verlangt.
Er sollte nach dem Prinzip der Vielfältigkeit 9 Techniken zeigen können.
Der Hauptaugenmerk liegt auf der 1.Wahl aber er soll noch zwei Weitere parat
haben. Diese sollen aber nicht komplett abgefragt werden!!!!!
Die Prüfer sind auch angewiesen nur bei sinnvollen Techniken weitere Angriffe
zu erfragen. Gerade, zum Beispiel, bei einer speziellen Ellenbogenabwehr machen
Angriffsvarianten keinen Sinn.
Hier gilt: Sieht man, dass der Prüfling die Technik gut beherrscht fragt man 3
Angriffe nur Stichprobenartig ab.
2) Bei Konter gegen Konter zählt ja jede Technik, unabhängig davon, wer die Technik ausführt (Prüfling oder Partner). Wo liegt der Unterschied zwischen der Anforderung vom 4. zum 5. Dan "in 1 oder 2 geschlossenen Bewegungsfolgen" ? Können diese Konter im 4. Dan auch in Zweier- oder Dreierkombinationen ausgeführt werden ?
Hier sollte jeder Prüfling/Partner 10 Techniken zeigen, da die Techniken ja auch immer nur zum Ansatz kommen geht das meist schneller als man denkt.
Wichtigster Unterschied zwischen dem 4. und 5. Dan ist der Partner.
4. Dan Vorführung mit eigenem Partner, Absprache ist möglich.
5. Dan Vorführung mit beliebigem Partner, keine Absprache zulässig. Deshalb
auch der Hinweis, dass die Bewegungsfolge mit fremdem Partner auch mal
unterbrochen werden kann.
Sicher kann eine Konteraktion auch aus mehreren "Bewegungen bzw. Techniken" bestehen. z.B. Atemi - Wurfansatz oder Griff ins Gesicht - Hebelansatz
3) Kannst Du mir ein paar übliche "Sonstige Hilfsmittel" nennen ?
Plastiktüte; Kugelschreiber; Handtasche; Aschenbecher; Glas; Flasche;
Zeitung; Haarnadel; Aktenordner; ...
Vielleicht sollte man am Besten das Wort üblich vermeiden. Die Idee ist das man
ein Verständnis entwickeln soll, dass fast alles eine Waffe sein kann.
4) Beim 5. Dan werden nur noch Stichproben
geprüft. Wird bei einer Gruppe wie z.B. 4 Genickhebel dann nur ein oder zwei
Techniken geprüft, oder müssen alle abgeprüft werden ? Wie viel Stichproben
sind pro Gruppe und wie viel insgesamt üblich, oder steht die Anzahl der
Stichproben im Ermessen des Prüfers ?
Stichproben heißt hier alles kann "nichts" muss!
Dies gilt insbesondere mit Blick auf den zu erwerbenden Grad. Wenn für den
Prüfer ersichtlich ist, dass dieses Themengebiet beherrscht wird kann er auf
weitere Techniken verzichten. Einzelne Techniken sollten aber auch mal komplett
abgefragt werden. Auch eine Prüfung zum 5. Dan soll nicht mit Gewalt eine
Marathon Veranstaltung werden. Der Prüfling soll aber zeigen, dass er den Grad
auch verdient hat.
Wegen der großen Unterschiede in Leistung und der Art und Weise ihrer
Präsentation möchte ich hier keine Zahlen angeben. Erfahrene Prüfer sehen bei
manchen Prüflingen nach wenigen Aktionen, ob er bestanden hat bei anderen
Prüflingen muss man sich ein paar Aktionen mehr anschauen.
5) Im neue Prüfungsprogramm besteht die Möglichkeit, eine Seniorenprüfung abzulegen. Ursula ist über 40 und aufgrund von Operationen sind bestimmte Techniken nur schwer möglich. Christian meinte, ich sollte mich diesbezüglich an Dich wenden. Wie läuft das Anmeldeverfahren, Prüfungsprogramm, etc. dabei ab ?
zu Beginn der Prüfung den Prüfern mitteilen, wo Änderungen gewünscht
sind bzw. Probleme bestehen.
Besser in Vorfeld schon mal mit dem Prüfungsreferent abklären.
siehe auch Prüfung und Sportschaden
Hi Joe,
ich hätte mal 'ne Frage in Deiner Rolle als Technischer Direktor :)
Müssen die Abwehrtechniken mit dem Fuß gegen die angreifende Extremität gerichtet sein, oder können sie (ähnlich wie der Stoppfußstoß) auch gegen
z.B. Griffansätze gezeigt werden.
Beispiel: Griffansatz zum Hals (würgen o.ä.) - Abwehrtechnik mit dem Fuß
(Fußballen gegen Knie/Oberschenkel) ?
Dazu hätte ich gern einmal Deine Meinung gehört...
Hallo !
Gleich zu beginn.
Die Abwehrtechniken müssen nicht gegen die angreifenden Extremitäten gerichtet sein.
Wichtig ist, dass die Technik oder besser Aktion den Charakter hat einen Angriff zu verhindern bzw.
unschädlich zu machen. Das kann man eben am Besten hervorheben, wenn man direkt gegen die
Angriffsextremität geht.
Stoppfußstoß, Fußstoß seitwärts, Fußtritt etc. sind einzelne Techniken. Bei den "Abwehrtechniken mit
dem Fuß" steht das Prinzip im Vordergrund. Dieses Prinzip kann man auch mit den bekannten Techniken
umsetzen.
Also Stoppfußstoß um Würgeansatz zu verhindern, Fußstoß seitwärts zum Bein um Tritt zu verhindern,
Fußtritt in die Leiste um Faustschlag zu verhindern, ..., ist Möglich.
ich hab mal ne Frage zum JJ Prüfungsprogramm, für die dringend
Klärungsbedarf besteht. Es handelt sich um die Angriffsrichtungen im
Bereich Stock und Messer.
Im neuen 1x1 sind ja die Bilder mit Simone bzw. Johannes abgedruckt.
Beide halten die Waffen in der rechten Hand und danach sind auch die
Angriffe beschrieben, z. B. 1. Angriff von oben außen (diagonal), ...
bis dahin ist auch alles klar! Nur, wenn der Angreifer nun links
angreifen soll, wird’s unklar (Auslegungssache). Also, wie ist's richtig
zu verstehen?
Möglichkeit A
Wenn der Angreifer die Waffe links hält, ist die Angriffsrichtung 1
(Vorhand) von links oben außen nach rechts unten (diagonal), ... Was
bedeuten würde das die Angriffsrichtungen variieren.
oder
Möglichkeit B
(sowie ich mich erinnern kann, wurde es so einmal von Bernd bzw. Simone anfangs auf Lehrgängen gezeigt)
Die Angriffsrichtungen sind wie Angriffswinkel zu betrachten, d. h. sie
bleiben gleich, egal ob die Waffe links oder rechts geführt wird. So,
wie es ja aus den philippinischen Systemen bekannt ist. Das würde für
den Angreifer bedeuten: Wenn der Angreifer die Waffe links hält, ist die
Angriffsrichtung 1 (Rückhand) von rechts oben innen nach links unten (diagonal), ... Was meiner Meinung nach, eigentlich sinnvoll und
konsequent wäre!
Vielen Dank!
Es gilt die Variante A:
z.B. Angriff 1 : Von oben - außen (rechtshänder rechts-oben nach links-unten; linkshänder links-oben nach
rechts-unten)
Die Angriffsrichtungen sind nicht wie in den phillippinischen Systemen gedacht.
Wir gehen in diesem Fall von der Übertragbarkeit der ersten Abwehrhandlung aus,
was besser so zu handhaben ist und für den Angreifer leichter ist. Die Variante
B ist für sehr schnelle Angriffe von Vorteil erfordert aber ein Umdenken bei
Art und Weise der Abwehr.
Ich habe diese Woche extra noch mal mit Bernd telefoniert, weil Du von seinen Lehrgang geschrieben hattest.
Er bestätigte mir diese Ausführung.
Gegen- und Weiterführungstechniken
wie ist folgendes geregelt.????
Bei allen Oberbegriffen wie Armstreckhebel, Beinhebel, Selbstfallwürfe
etc. im Prüfungsfach Gegen- und Weiterführungstechniken darf der Prüfer
spezielle Technik verlangen oder eben nur eine aus dieser Gruppe? d.h. wie muß der Partner vorbereitet sein?
Bsp.: Gegentechnik Beinhebel: (Darf der Prüfer hier einen speziellen
Beinhebel verlangen?- wohl nein, oder!) insofern muß sich der Prüfling auf
alle möglichen Beinhebel einstellen, richtig?
Bsp.:Weiterführungstechnik Selbstfallwurf: Prüfling sucht sich den
Selbstfallwurf aus, Partner muß auf alle Arten von Selbstfallwürfen gefaßt
sein, um diesen zu vereiteln, richtig?
So kann das doch unkompliziert ablaufen oder siehst Du das anders?
Bitte kurze Rückantwort
Danke
Die Abfrage einer speziellen Technik ist möglich. Dann muss die Technik aber
zum Prüfungsrepertoire des Prüflings/Angreifers gehören. Also braucht der Prüfer ein Super
Gedächtnis oder Aufzeichnungen, oder befragt den Prüfling.
Die von Dir vorgeschlagene Lösung mit der Technikgruppe ist eindeutig die einfachere Lösung, die selbstverständlich so durchgeführt werden kann.
Prüfung und Sportschaden
im Jahr 2001 will ich den 2. Dan ablegen. Dafür ist lt .Programm 3 x
Ausheber vorgesehen.
Auf Grund eines Schadens an der Lendenwirbelsäule, sollte ich dies unbedingt vermeiden.
Gibt es eine Möglichkeit dafür andere Techniken zu zeigen, welche die
Wirbelsäule nicht belasten oder eine Ausnahmeregelung.
Es wäre schön, wenn Du mir da weiter helfen könntest.
Update
1.1.2005: Richtlinien für Prüfung von Beeinträchtigten und Behinderten
sind festgelegt und können auf der Seite: www.Ju-Jutsu.de
eingesehen werden.
Für den Fall, einer dauerhaften Schädigung, die nicht die Ausführung aller Techniken zulässt, kommt der Absatz 6.17 der PO (1x1 Seite 127) in Anwendung.
Hier ist die allgemeine Möglichkeit gegeben von dem Prüfungsprogramm
abzuweichen bzw. Techniken nicht so dynamisch zu präsentieren.
Nicht gedacht ist dieser Artikel für akute Verletzungen. Hier sollen die Prüfer nicht speziell Rücksicht nehmen, da es, auch zum Schutz der Sportler, nicht sinnvoll ist wenn verletzte Sportler sich einer solchen Prüfung stellen.
Ein Wettkämpfer muss (soll) auch gesund zu Kampf antreten.
Da Du aber auch als Trainer Ausheber vermitteln musst möchte ich Dir zuerst Vorschlagen auf die Suche nach Techniken zu gehen, die nur minimale Belastung für die WS bedeuten.
Individuelle Abweichungen in der Technik aufgrund spezieller, persönlicher Voraussetzungen finde ich sogar Wünschenswert. Es zeugt von viel mehr
Können eine angepasste, den Prinzipien entsprechende, Variante zu entwickeln, als eine Technik komplett zu kopieren.
Also kommen für Dich alle Ausheber in Frage die durch eine reine Streckung der Beine durchgeführt werden können. Das Vorschieben der Hüfte, wodurch die hohe WS Belastung entsteht,
musst Du dann vernachlässigen. Bei einer technisch korrekten Ausführung soll der Rücken auch gerade sein.
Beispiele
1) Schulterrad: Bei einer optimalen Ausführung bleibt der Rücken während des gesamten Bewegungsablaufes gerade.
2) abgeknietes Schulterrad: Hier kannst Du nur den Teilaspekt des optimalen Unterlaufens des KSP demonstrieren. Halte ich bei Verweis auf die WS Schädigung für statthaft.
3) Te-guruma (Ausheber mit Griff zwischen den Beinen): Diese Ausheber lassen sich relativ gut nur mit der Beinstreckung werfen.
Für all diese Techniken gilt, dass Du sie intensiver und besser trainieren musst
als andere Techniken.
Auch solltest Du dann auf ein gutes Gewichtsverhältnis zum Partner achten.
Bei der Prüfung könntest Du dann gemäß Artikel 6.17 PO (Attest) einen
geeigneten Partner wählen und die Techniken weniger dynamisch Vorführen.
Falls die Schädigung so stark ist, dass Du die Techniken gar nicht machen kannst bietet Dir die PO ja auch Alternativtechniken zu zeigen.